Sonntag, 8. Juli 2007

"Tütensuppe"

– nein, keine holländische Flüssigvorspeise aus den gekochten Überresten THC und Tabak gefüllter, konisch geformter Rauchware, sondern immer noch das gute alte unersetzliche Grundversorgungsmittel beim Campen aus dem heimischen Supermarkt. Was zuhause allerhöchstens bei Krankheit, Faulheit, oder in Ermangelung frischer feststofflicher Nahrung an Sonn- und Feiertagen (in einem von 10 Fällen), zum Einsatz kommt, erlangt beim Campen wahrhaften Gourmetstatus, bringt unter freiem Himmel die Geschmacksnerven vor Wonne zum explodieren – ungeahnte Gaumengenüsse stecken auf einmal in einem 17 x 13 cm großen Tütchen. Bleibt nur die Frage: WARUM???

Wie verändert sich die Körperchemie beim Zelten, dass die Kombination "heißes Wasser" plus Mononatriumglutamat mit einer Prise Tomate (oder wahlweise Hühnchen, Brokkoli, Spargel, Champignon ...) Lebensmittelfarbe, eventuell noch angereichert mit Reisimitations-Imitat, plötzlich zum unvergleichlichen Geschmackserlebnis wird?

Ich hoffe, dass mich die bevorstehende dreiwöchige Studie dieses Phänomens der Antwort näher bringt ...

Ach ja, stimmt, mir ist tatsächlich grade langweilig – eben noch mit einem Mikrowellenfertiggericht Gaumen und Magen auf den Urlaub eingestimmt und jetzt warte ich dass die Waschmaschine endlich feddich wird ... da kommen einem schonmal solch hochgradig philosophische Themen in den Kopf, die dringend schriftlich diskutiert werden wollen ... :)